HERZLICH WILLKOMMEN
bei der wohl aktivsten
Offiziersgesellschaft
der Schweiz.
Die OG Rorschach nimmt zu ausgewählten Punkten konkret Stellung und begründet ihre Position mit präzisen Angaben. Das können sicherheits-, wirtschafts-. regionalpolitische Themen sein, zu denen wir uns klar äussern.
Führungswechsel bei der Offiziersgesellschaft Rorschach – Marcus Graf wird Ehrenpräsident
Die 82. Mitgliederversammlung der Offiziersgesellschaft Rorschach (OGR) stand am Freitagabend im Kornhaus am Hafen ganz im Zeichen von Dank, Würdigung und Erneuerung. Nach 30 Jahren im Vorstand wurde Oberst im Generalstab Marcus Graf verabschiedet und zum ersten Ehrenpräsidenten der Gesellschaft ernannt. Gleichzeitig übernahm Oberstleutnant Cornel Ackermann offiziell das Präsidium. Auch Oberstleutnant im Generalstab Matthias Haas wurde für sein langjähriges Engagement geehrt und zum Ehrenmitglied ernannt.
Rund 200 Mitglieder und Gäste nahmen an der Versammlung teil, die mit einem Apéro – teilweise offeriert von der Stadt Rorschach – begann. Stadtpräsident Robert Raths richtete anschliessend Grussworte an die Versammlung und würdigte die Offiziersgesellschaft als wichtigen Akteur im gesellschaftlichen und sicherheitspolitischen Leben der Region.
Rückblick auf ein aktives Vereinsjahr
In seinem Jahresbericht blickte der scheidende Präsident Marcus Graf auf ein bewegtes Jahr zurück – sowohl sicherheitspolitisch als auch im Vereinsleben. Die internationale Sicherheitslage bleibe von zunehmender Unsicherheit geprägt, erklärte er mit Blick auf den Krieg in der Ukraine und Iran, geopolitische Spannungen und neue Bedrohungen im Cyberraum.
Auch innerhalb der Offiziersgesellschaft war 2025 von grosser Aktivität geprägt. Mit rund 25 Veranstaltungen habe die OGR erneut ihre Rolle als eine der aktivsten Offiziersgesellschaften der Schweiz bestätigt. Zu den Höhepunkten gehörten die stets ausgebuchten Kaminfeuergespräche mit Persönlichkeiten aus Militär, Wirtschaft und Politik, die Filmnacht im Kino Rosental in Heiden, das schweizweite Offiziers-Golfturnier, verschiedene Schiessanlässe sowie zahlreiche gesellschaftliche und kameradschaftliche Veranstaltungen.
Mit aktuell 225 Mitgliedern – darunter zahlreiche junge Offiziere – zeigt sich die Gesellschaft weiterhin im Wachstum. «Unsere OG lebt von der Vielfalt ihrer Mitglieder und von der Bereitschaft, sich einzubringen», betonte Graf.
Cornel Ackermann übernimmt das Präsidium
Mit der Wahl von Oberstleutnant Cornel Ackermann zum neuen Präsidenten beginnt für die Offiziersgesellschaft Rorschach ein neues Kapitel. Ackermann ist seit einem Jahr im Vorstand aktiv und bringt breite Erfahrung in militärischen und organisatorischen Fragen mit.
In der Versammlung wurde betont, dass Ackermann für Kontinuität und zugleich für neue Impulse steht. Seine ruhige, verbindliche Art und sein strategischer Blick auf die Weiterentwicklung der Gesellschaft machten ihn zur idealen Besetzung für das Amt.
Ackermann selbst dankte für das Vertrauen der Mitglieder und würdigte zugleich die Arbeit seiner Vorgänger. «Die Offiziersgesellschaft Rorschach lebt von engagierten Menschen. Es ist mir eine grosse Ehre, diese Verantwortung zu übernehmen und gemeinsam mit dem Vorstand und den Mitgliedern die Zukunft unserer Gesellschaft zu gestalten», sagte er.
30 Jahre Engagement – Marcus Graf wird Ehrenpräsident
Der emotionalste Moment des Abends galt jedoch Marcus Graf. In einer ausführlichen Laudatio blickte der Vorstand auf drei Jahrzehnte seines Wirkens zurück.
Seit den 1990er-Jahren prägte Graf die Entwicklung der Offiziersgesellschaft entscheidend. Als er Verantwortung übernahm, zählte die Gesellschaft rund 70 Mitglieder – heute sind es mehr als dreimal so viele. Graf verstand die OGR nicht nur als traditionellen Verein, sondern als Plattform für Austausch, Netzwerk und sicherheitspolitische Diskussion.
Viele der heute etablierten Veranstaltungsformate gehen auf seine Initiative zurück: die Kaminfeuergespräche mit hochrangigen Referenten, der kulinarische «Lucullus»-Anlass, internationale Vorstandsworkshops oder grosse Veranstaltungen wie «Boden-See-Luft». Graf habe es verstanden, neue Ideen einzubringen und gleichzeitig andere zu motivieren, diese weiterzuentwickeln.
Die Mitgliederversammlung würdigte dieses aussergewöhnliche Engagement mit der Ernennung zum ersten Ehrenpräsidenten der Offiziersgesellschaft Rorschach – eine Entscheidung, die von den Mitgliedern einstimmig unterstützt wurde.
Als symbolisches Geschenk erhielt Graf eine restaurierte historische Bierzapfsäule aus der ehemaligen Rorschacher Brauerei Löwengarten. Sie soll künftig bei geselligen Anlässen der Offiziersgesellschaft zum Einsatz kommen – als Erinnerung an viele gemeinsame Stunden und als Zeichen der Verbundenheit.
Würdigung für Matthias Haas
Ein besonderer Moment der Versammlung war die Ernennung von Oberstleutnant im Generalstab Matthias Haas zum Ehrenmitglied der Offiziersgesellschaft. Haas hatte von 2016 bis 2025 als Präsident die Geschicke der Gesellschaft geleitet und prägte sie über viele Jahre hinweg entscheidend mit.
In der Laudatio wurde sein Engagement für die Weiterentwicklung der OGR hervorgehoben. Unter seiner Führung wurde das Vereinsleben weiter professionalisiert und gleichzeitig die kameradschaftliche Kultur gepflegt. Auch nach seiner Präsidentschaft bleibt Haas der Gesellschaft eng verbunden und engagiert sich weiterhin im Vorstand.
Referat auf dem Bodensee
Im Anschluss an den offiziellen Teil begaben sich die Teilnehmenden auf das Bodenseeschiff MS Säntis, wo Korpskommandant Gregor Metzler, Chef Kommando Ausbildung der Schweizer Armee, ein Referat hielt.
Unter dem Titel «Wie eine einsatzbezogene Ausbildung zur Verteidigungsfähigkeit der Armee beiträgt» erläuterte Metzler die Bedeutung realistischer Ausbildung und moderner Trainingsmethoden für die Einsatzbereitschaft der Armee. Dabei betonte er insbesondere die Rolle der Milizarmee und die Notwendigkeit, Ausbildung konsequent auf aktuelle Bedrohungslagen auszurichten.
Kameradschaftlicher Ausklang
Der Abend klang mit einem gemeinsamen Nachtessen und einer Grussbotschaft von Regierungsrat Christoph Hartmann aus. Musikalisch begleitet wurde der Anlass vom Inspektionsspiel des Kantons Appenzell Ausserrhoden. Für viele Teilnehmende endete die Versammlung traditionell erst spät – bei Gesprächen und einem letzten «Schlummi» im Hafenbuffet.
Major Stefan Bühler und Hauptmann Marc Lenzin - beide Kader der mechanisierten Truppen - veröffentlichten ein weiteres Buch zum Thema Panzergeschichte und -technik: Panzer im Kalten Krieg - Technik, Taktik, Einsätze weltweit.
Das Buch beschreibt alle bedeutenden Panzertypen, wichtige Befehlshaber und entscheidende Panzeroffensiven dieser Epoche. Den Abschluss bildet ein Epilog von Oberst a D Peter Forster, dem ehemaligen Chefredaktor der Zeitschrift «Schweizer Soldat». Das Buch umfasst 244 Seiten, ist gebunden und kostet CHF 34.90 (inkl. Versand).